So kannst du es stoppen, dass du 50% deines Gelernten schon nach einer Stunde vergisst!

Da hat man sich einmal die Mühe gemacht und den ganzen Tag durchgepaukt und schon nach einer Stunde hat man das Gefühl dass alles schon wieder dem Gehirn entwichen ist. Leider dieses Dilemma bis zu einem bestimmten Grad nicht zu verhindern. Neurowissenschaftler haben herausgefunden, dass wir tatsächlich direkt nach dem Lernen schon 50% wieder vergessen. Restliche 30% entweichen über die nächsten drei Wochen und wir behalten wenn es gut läuft noch um die 20% längerfristig. Auf den ersten Blick klingt das ziemlich deprimierend. Warum sich dann überhaupt noch die Mühe machen, wenn unser Gedächtnis einem schweizer Käse gleicht?

Weil wir ein paar Tipps und Kniffe für euch haben, wie ihr trainieren könnt, euer Gelerntes doch längerfrsitig zu behalten!

Übung macht den Meister und Wiederholungen erst Recht!

Seid mal ganz ehrlich mit euch selbst, wann hat etwas was ihr neu angefangen habt, schon beim ersten Mal geklappt? Seid ihr als Kind aufs Fahrrad gestiegen und wie ein zweiter Lance Armstrong sofort losgedüst? Habt ihr das Auto in der Fahrschule nie beim Anfahren abgewürgt? Wahrscheinlich trifft nichts davon zu und es wird euch bewusst, dass viele Dinge im Leben erst durch Übung perfektioniert werden. So könnt ihr also nicht davon ausgehen, dass euer Werk beim Lernen schon mit einer effektiven Session getan ist. Wenn ihr euer Wissen wirklich im Kopf behalten wollt, dann müsst ihr es regelmäßig wiederholen. Also nehmt euch bei jeder neuen Lernsession nochmal den Stoff vom letzten Mal vor und irh werdet sehen an was ihr euch gar nicht mehr erinnern könnt und euren Fokus darauf legen. Generell wird empfohlen das Gelernte im Idealfall sechs Mal zu wiederholen, dann sollte es im Langzeitgedächtnis gespeichert sein.

Eselsbrücken leicht gemacht!

Dieser old-school Trick ist gar nicht mal so schlecht! Denn Lernen muss nicht automatisch schwer sein! Schafft euch so viele Eselsbrücken und Methoden die es euch leicht machen das neue Wissen zu behalten. Hier gibt es unendliche Möglichkeiten: Mindmaps, Infografiken, Abkürzungen, lustige Reime oder auch Verlinkungen mit Erinnerungen und Erfahrungen die man gemacht hat. Je verrückter und ausgefallener desto besser!

Ergibt das alles einen Sinn?

Es ist ganz natürlich, dass man während des Unterrichts nicht immer zu 100% aufmerksam ist. Dazu ist der Mensch nämlich gar nicht fähig. Kritisch wird es erst, wenn man dann beim Lernen seine Notizen nur stumpf auswendig lernt und eigentlich gar nicht versteht was man da schwarz auf weiß vor sich hat. Auch wenn es etwas länger dauert, ist es essenziell dass man den Lernstoff auch versteht und die Inhalte für uns Sinn ergeben. Euer Gehirn drückt sonst nämliche ehe du dich versiehst, auf die Delete Taste! Versichert euch deswegen, dass euer Gelerntes auch wirklich Sinn ergibt. Es schadet übrigens nicht, sich hier auch mal Hilfe zu holen, ihr glaubt gar nicht wie Viele sich freuen wenn sie mal um Rat gefragt werden.

Finde dein Warum!

Lernen ist kein Zuckerschlecken und oft sind wir unmotiviert und prokrastinieren. Um uns wieder anzuspornen helfen zwar kleine Belohnungen, wie ein leckeres Abendessen oder ein Filmabend mit Freunden danach, daúerfristig hilft und aber nur unsere eigene Motivation regelmäßig am Ball zu bleiben! Wenn wir unser Herzblut in die Sache stecken und den Grund warum wir dieses bestimmte Ziel erreichen wollen genau vor Augen haben, ist das Lernen und vor allem das Merken gar kein großes Problem mehr. Wir saugen eifrig das neue Wissen auf, weil wir ja Wissen warum wir das tun und brauchen? Stellt euch also die Frage: Warum macht ihr das überhaupt? Warum ist dieses Thema besonders relevant für euch und was kann der Mehrwert dahinter sein? Wissen ist Macht und das begreift ihr dann spätestens wenn ihr mit viel Motivation, weniger Anstrengung und mehr Spaß euer Ziel endlich erreicht habt!

Multitasking im Lerntypen Bereich

Wir haben euch vor einiger Zeit über die verschiedenen Lerntypen aufgeklärt und wer es schon herausgefunden hat, in welche Gruppe er gehört, der fühlt sich nicht nur sicherer beim Lernen, er kann auch sein Wissen länger behlaten. Solltet ihr dann aber doch Probleme haben, hilft es auch alle verschiedenen Lernarten mal auszuprobieren. Euer Gehirn ist wahrscheinlich gerade gelangweilt und ihr müsst es aufwecken indem ihr zum Beispiel den Stoff laut vorlest, mit dem Heft durch die Wohnung lauft, euch eine Sprachmemo aufnehmt und es dann später nochmal in der Bahn anhört oder zur Visualisierung ein Video schaut. Probiert doch alles einmal aus und euch wird nie langweilig und euer Gedächtnis wird auf Trab gehalten.

Last but not least: Binge Learning vermeiden!

Binge Learning – eine Technik die unter Studenten oft üblich ist, kurz vor der Prüfung so viele Stunden am Stück zu lernen wie möglich und dann sein Wissen wieder auszuspucken. Das ist aber keineswegs eine gute Lernmethode, weil sich das Gehirn so lange gar nicht konzentrieren kann und das ‚ausgespuckte‘ Wissen nach der Prüfung auch oft nicht mehr wiederkommt. Viel effektiver ist es deswegen nicht nur zu den richtigen Zeiten zu lernen sondern effektive Lernetappen zu planen, die sich nicht über Stunden nacheinander hinwegziehen. Wer einen guten Lernplan über mehrere Wochen hat, kann sich zum Beispiel den Luxus leisten nur 30-40 Minuten am Tag zu lernen und hat dafür auch die Garantie dass das Wissen nicht gleich nach der Prüfung im Nirvana verschwindet. Und wie Oma schon immer sagte: Ordnung (und Planung) ist das halbe Leben! Sorgt also vor, vermeidet Stress und profitiert längerfristig von eurem neu angeeigneten Wissensschatz!

Viel Spaß und viel Erfolg wünschen euch Jens und Steffi von der Bildungscompany!

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